06.05.2015 von John

Nachdem nun das Schlagzeug eingespielt und editiert war, war es nun an mir, den Bass aufzunehmen. Was konnte da denn gelegener kommen als ein langes Wochenende mit einem sturmfreien Samstagabend?

Das Setup

Die Bassaufnahmen sind in Homerecording-Arbeit bei mir (Jonathan) Zuhause entstanden. Dabei habe ich auf folgendes Equipment zurückgegriffen (in Anschlussreihenfolge): Mein Tech21 Sansamp Bass Driver, im Anschluss mein Yamaha BT500H Topteil und als Schnittstelle zum PC ein Presonus Firestudio Project. Am Ende stand dann mein PC, auf dessen genauere Konfiguration ich jetzt nicht näher eingehen werde. Aufgenommen wurde ein Dean Bass, von dem ich nur vermuten kann, dass es sich um einen Edge 5 String handelt. Diesen hatte ich mal von einem Freund abgekauft.

Dabei habe ich sowohl den Sansamp Vorverstärker als auch das Yamaha Topteil abgenommen. Es wurden also bei jeder Aufnahme zwei Spuren aufgenommen. Da sowohl der Sansamp als auch der BT500H programmierbar sind, hatte ich die gewünschten Einstellungen schon vorher eingestellt und konnte sie nun wieder aufrufen.

Die Bassaufnahme

Für jeden der fünf geplanten Songs habe ich insgesamt drei Versuche aufgenommen, um später im Editing noch mal kleinste Feinheiten korrigieren zu können. Da für jeden Versuch zwei Spuren aufgenommen wurden, macht das insgesamt 30 Spuren, die es dann zur späteren Weiterverarbeitung zu verschicken gilt. Bis auf einen Song habe ich alle Bassaufnahmen mit Plek gespielt, da ich hiermit einen viel rockigeren Sound aus dem Bass herausholen kann. Bei dem anderen Song war das nicht möglich, da ich diesen mit Fingerpicking spiele.

Im Laufe der Bassaufnahmen musste ich feststellen, dass ich anders spiele, wenn ich aufnehme, als wenn ich im Proberaum oder auf der Bühne stehe. Meine Finger in der linken Hand haben sich sehr schnell beschwert und schmerzen jetzt noch beim Schreiben. Daher habe ich die Aufnahmen eursprünglich auf zwei Tage verteilt, um den kompliziertesten der fünf Lieder nicht aufgrund von körperlichen Befindlichkeiten zu versauen. Am nächsten Tag war es schon wieder etwas besser, aber ich war dann froh, dass die Aufnahmen dann auch im Kasten waren. Dachte ich ...

Nachkorrektur

Leider mussten wir feststellen, dass gerade im Song "The One" der tiefer gestimmte Bass sehr unsauber wurde, wenn ich über dem oberen Tonabnehmer spiele. Hier wollen wir aber einen präziseren Sound, der die schnellen Läufe im Song besser rausdrücken kann. Deswegen habe ich den Song in zwei weiteren Takes aufgenommen, wobei ich näher am Steg gespielt habe, da hier unser gewünschtes Ergebnis besser zu erzielen war. Auch hier zeigte sich, dass Aufnahmen sich komplett vom Spielen im Proberaum unterscheiden. Also einmal in die Hände gespuckt und raus aus der Komfortzone.

Im nächsten Schritt werden wir uns noch zusammensetzen und die Aufnahmen noch mal final editieren, damit aus den jeweils drei Takes das beste Ergebnis ermittelt werden kann.

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